„Zwei Seelen schlagen, ach in meiner Brust!

Die neue Folge vom 20. Mai 2018

Das Zitat von Goethe steht in dieser Folge für das „Innere Team“  ;  dabei handelt es sich um ein Modell des Hamburger Kommunikationswissenschaftlers Schulz von Thun. Wie auch im realen Leben gibt es in unser Seele viele verschiedene, sich meist widersprechende Stimmen. Und das hat nichts mit multiplen Persönlichkeiten zu tun.  Sondern es handelte sich hier um Persönlichkeitsanteile, die jeweils eine unterschiedliche Ausprägung und Zielrichtung haben.

Da gibt es den Kritiker**, den Angsthasen,  den Neugierigen,  den Forschen und den Faulen. Stehen wir vor Problemen oder neuen Lagen, so macht es Sinn sich dieser Stimmen bewusst zu machen und in einer Art „Teambesprechung“ zu einer stimmigen Lösung zu kommen. Dafür sorgt das „Oberhaupt„, also die Stimme, die die anderen identifiziert, anhört, moderiert und dann schlussendlich die Lösung abstimmt. Klingt etwas crazy, oder ? Aber ein Versuch ist es wirklich wert. Das kann bei einen Spaziergang in einer ruhigen Stunde erfolgen, aber auch schriftlich auf einem Blatt Papier. Wichtig ist, dass wir den inneren Stimmen in uns Raum und Gewichtung geben. Werden solche nicht „vernommen“ kann dies irgendwann zu Problemen oder Einbußen in unserer Lebensqualität führen. Letztendlich zeichnet sich unser Leben auch durch persönliche Stimmigkeit aus.

Der Aha-Spruch der Woche:

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern,
tot ist nur, wer vergessen wird.

(Immanuel Kant)